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Oman Visa online beantragen – Information Tipps zum Prozedere

Touristen, die zu einem Besuch in den Oman reisen möchten, benötigen schon immer ein Visum. Seit der Eröffnung des neuen Flughafens in Muscat im März 2018 hat sich aber einiges geändert. Hier gibt’s einen kurzen Leitfaden zum Oman Visa online beantragen sowie Information und Tipps zum Prozedere.

 

Früher wurde das Oman Visum nur bei Einreise am Flughafen erteilt – was bei kurzen Umsteigezeiten und einem Weiterflug schnell in Hektik ausarten konnte.

Oman Visum vor Ort erhalten

-Ist immer noch möglich
-Das Visum muss mit Bargeld gekauft werden. (Euro, Dollar, Rial)
-Es kann u.U. länger dauern

Mit Eröffnung des neuen Airport im März 2018 war geplant, dass es das Visa nur noch online gibt. Diese Regelung wurde aber wieder aufgehoben und man kann zur Zeit das Visa auch noch am Flughafen an einem Notfallschalter kaufen. Wie lange die Regelung gilt und ob diese irgendwann plötzlich gestrichen wird, weiß niemand. Deshalb meine dringende Empfehlung:

Oman Visa online beantragen

-Ist relativ unkompliziert
-Geht schnell
-Man spart Zeit bei der Einreise

Größtes Manko ist, dass die Internetseite zur Beantragung aktuell nur in englischer und arabischer Sprache zur Verfügung steht. Aber keine Angst, mit etwas Hilfe, die in dieser Anleitung zu finden ist, geht es recht einfach!

Welches Visum brauche ich?

Die meisten werden mit dem Touristenvisum 26B welches 30 Tage gültig ist einreisen. Das Visa kostet aktuell (Stand September 2018) 20 Rial (ca. 50 EUR). Es gibt noch ein weiteres, günstigeres Touristenvisum, das jedoch lediglich 10 Tage Gültigkeit besitzt.

Oman Visa online beantragen – Wie früh vor der Reise soll ich es machen?

Mit Stand September ´18 gibt es (wieder einmal) eine Änderung im Prozedere: Das Oman Visa hat nur noch eine Gültigkeit von 1 Monat (vorher 6 Monate) Dies bedeutet, dass man nach Ausstellung innerhalb von einem Monat einreisen muss. Die Beantragung sollte also am besten ca. 3 Wochen vor der Einreise passieren, damit man keinen Fehler macht und das Visum ggf. schon ungültig ist, weil zu alt.

Welche Unterlagen brauche ich zur Beantragung eines Oman Visum?

Bevor man das Oman Visum beantragen kann, muss man sich auf der Webseite der Royal Omani Police zunächst registrieren und nach Abschluss der Registrierung erst das Visa beantragen.

Dazu benötigt man:

1 Scan vom Reisepass (die Plastikseite, wo das Bild drauf ist) als JPEG oder PDF
1 Scan von einem aktuellen Passbild als JPEG oder PDF
1 gültige Kreditkarte zum Bezahlen der Visagebühr
1 Mailadresse, wohin der Registrierungslink und die Visabestätigung geschickt werden.

WICHTIG: Die Dateigröße von Pass und Foto darf jeweils 512 KB nicht überschreiten!

Das Visa Prozedere Schritt für Schritt

Das Oman Visa online beantragen erfolgt auf der folgenden Webseite (Link):
Royal Oman Police

Zuerst die Registrierung

Zunächst klickt man auf Apply for Unsponsored Visa.
Auf der folgenden Seite dann die Nationalität auswählen

Möchte man mehr als 10 Tage im Oman weilen, wird man das Visum 26B, welches einen Aufenthalt bis zu 30 Tagen gestattet, auswählen. Das Visa kostet aktuell 20 Omani Rial.

Klickt man auf Apply online here, wird abgefragt, ob man bereits registriert ist. Ist dem nicht so, klickt man auf NO und gelangt dann auf die Registrierungsseite. Hier alle Felder ausfüllen und am Ende REGISTER klicken. Die Registrierung dauert meist nicht einmal eine Stunde. Ist der Vorgang abgeschlossen erhält man eine Bestätigungsmail. In dieser Mail ist ein Link zur Bestätigung der Emailadresse, der angeklickt werden muss.

Dann das Oman Visa online beantragen

Erst nach der Registrierung kann das Visa online beantragt werden. Dazu bitte oben rechts auf der Webseite der ROP einloggen mit Benutzername (eMail) und dem zuvor gewählten Passwort.

Nun das gewünschte Visa (wahrscheinlich 26B) auswählen und den Online-Prozess starten. Die Informationen sind zwar auf englisch abgefragt aber beschränken sich auf einfache persönliche Daten und dürften einen daher nicht vor große Herausforderungen stellen.

Nach der Eingabe aller Daten müssen dann noch unter Required Documents die Fotos hochladen werden. Man kann auch für eine zweite Person das Visa beantragen und dieses zusammen per Kreditkarte bezahlen.

Wie lange dauert die Erteilung des Oman online Visa?

Nach unseren Erfahrungen wird das Visa meist innerhalb kurzer Zeit (meist innerhalb weniger Stunden am gleichen Tag) erteilt. Falls es länger dauert, kann man sich im Login Bereich der ROP Webseite über den Stand des Verfahrens informieren. Die Visa-Erteilung geschieht per eMail und man muss diese zweisprachige Erklärung (PDF Anhang) ausdrucken und bei der Einreise unbedingt mitführen!

Achtung: Der Anhang zu der Visa Bestätigungsmail erscheint bei einigen Antragstellern manchmal nicht bei der eMail. Dann am besten diese Email über das Smartphone öffnen und/oder die Email direkt auf der Seite des Webmail-Anbieters öffnen (z.B. web.de, gmx oder freenet). Das Weiterleiten der Mail an Freunde kann auch helfen, um den Anhang zu entdecken.

Das war es? Das war es! Aber…

Die letzte Monate war das online Beantragen vom Oman Visa immer wieder Änderungen unterworfen. Deshalb die wichtige Bitte: Bevor das Oman Visa online beantragt wird, in jedem Fall informieren, ob das oben beschriebene Prozedere noch so gültig ist!

Alle obigen Informationen sind Stand September 2018. Spätere Änderungen sind nicht abgedeckt. Der Autor übernimmt keinerlei Haftung für Schäden, die durch fehlerhafte, veraltete Angaben entstehen!

Mehr zu unseren Wanderreisen in den Oman

Lust, mit Puretreks einmal durch die größte Sandwüste der Erde im Oman zu wandern?
Hier  gibt es mehr Informationen

Welche Kleidung sollte man bei einer Wüstenwanderung anziehen?

Welche Kleidung für eine Wüstenreise?

Was man in einen normalen Urlaub so mitnimmt, wissen die meisten. Aber eine Wüstenwanderung ist etwas Besonderes. Jerome Blösser schreibt über die richtige Kleidung für das Wüstenwandern.

Die Wüstenwanderung ist ein Abenteuer, das eine besondere Vorbereitung und optimale Ausstattung braucht. Bei unseren Wüstenreisen handelt es sich um mehrtägige oder sogar mehrwöchige Wüstenausflüge, bei denen unter freiem Himmel oder im Zelt übernachtet wird. Wüstenwanderungen mit Puretreks sind ein Abenteuer fernab der Zivilisation und Hotels. Bei diesen Reisen verzichten Teilnehmer auf fließendes Wasser, auf Elektrizität und Handyempfang. Es gibt nur die Natur und ihre Besonderheiten, die eine Wüstenwanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis macht und einen Urlaub fernab aller bekannten Komfortzonen genießen lässt. Für einen derartigen Ausflug ist die richtige Kleidung existenziell und das Equipment von maximaler Bedeutung.

Was anziehen? Die richtige Kleidung für Wüstenwanderungen

Wer zu Fuß in der Wüste unterwegs ist, sollte die passende Kleidung für heiße sonnenverwöhnte Tage und die kalten Nächte im Gepäck haben. Es gibt keine Shopping-Tempel am Wegesrand und keine Hotels, in denen man sich neu ausstatten oder vergessene Teile der Ausrüstung zukaufen kann. Ein Koffer ist für eine Wüstenwanderung sichtlich ungeeignet und sollte gegen einen praktischen Trekkingrucksack sowie eine Reisetasche getauscht werden. Bei der Kleidung spielen Naturfasern oder Mikrofasern eine wichtige Rolle. Zudem soll die Kleidung bequem, locker im Sitz sowie praktisch sein. Während die Tage unter der Wüstensonne sehr heiß werden, gehen die Temperaturen in der Nacht im Mittel auf bis zu 5°C zurück. es kann aber auch einmal in die Minusgrade gehen, je nach dem, wo man die Wüstenreise hin macht. In der Wüste ist daher auch warme Kleidung nötig. Sie sorgt für Schutz vor der Kälte und einen angenehmen Schlaf. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht betragen in der Wüste nicht selten 30-40°C Differenz. Tagsüber tragen Wüstenwanderer langärmelige Kleidung zum Schutz vor der Sonne, während genau diese Kleidung in der Nacht vor der Auskühlung des Körpers schützt. Auch ein Sonnenhut oder der traditionelle Schsch bei Tuareg und Berbern bzw. Massar im Oman, gehört zur wichtigen Ausrüstung für eine Wüstenwanderung dazu. Für die empfindliche und nicht durch Kleidung geschützte Haut ist ein Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor notwendig.

Bequemes und für den Sand geeignetes Schuhwerk

Ohne geeignetes Schuhwerk kann eine Wüstenwanderung schnell mit schmerzenden und mit Blasen übersäten und geschwollenen Füßen enden. Doch welche Schuhe sind für den weichen Sandboden geeignet? Und welche Schuhe bieten beim Wandern sicheren Schutz vor den brennenden Temperaturen, die der Sand durch die glühende Sonne aufweist? Bequem und solide sind die Stichworte bei der Auswahl der geeigneten Schuhe. Trekking-Sandalen und geschlossene Trekking-Schuhe sollten im Reisegepäck mitkommen. Trekking-Sandalen sind vorteilhaft, da die spezielle Sohle den Fuß vor heißem Sand und Steinen schützt. Ein weiterer Vorteil dieser offenen Schuhe ist die Tatsache, dass der Sand nicht im Schuh verbleibt und so weder Druckstellen noch Entzündungen durch Reibung entstehen können. Bei geschlossenen Trekking-Schuhen ist der Schutzaspekt noch größer. Diese Schuhe schützen nicht nur vor Hitze, sondern geben dem Fuß stabilen Halt und verhindern das Umknicken auf dem weichen Boden. Die Nachteile bei geschlossenem Schuhwerk sind darin verbleibender Sand und die fehlende Luftzirkulation an den Füßen.

Bitte beachten Sie: Auf einer Wüstenwanderung kommt es nicht auf modische Details, sondern den praktischen Nutzen der Ausrüstung an. Wechselschuhe und Kleidung für den heißen Tag und die kalte Nacht bilden die Basis für einen sicheren erlebnisreichen Wüstenausflug.

Singende Dünen im Oman – Das Geheimnis der Wüste

Singende Dünen im Oman

Singende Dünen gibt es in fast allen Wüsten der Erde. Über das Geheimnis der singenden Dünen im Oman schreibt Jerome Blösser in diesem Blogbeitrag.

Jetzt, wenn die Sonne gut eine Handbreit über dem Horizont steht, belohnt einen die Wüste für die Tagesmühen. Es ist bestes Licht, welches die Landschaft in warme Farben tunkt und der Schattenwurf weiche, fast erotische, Formen in den Sand zaubert… Ich habe schon tausende Fotos in der Wüste geschossen und bin auch auf dieser Wüstenreise wieder mit der Kamera unterwegs, denn es finden sich immer neue Motive. Die Farben und Formen der Dünen sind nie gleich. So fülle ich die Speicherkarte mit Sandstrukturen, Makroaufnahmen und Panoramabildern vom weiten Horizont.

Obwohl es hier nur Sand gibt, entdecke ich darin Schritt für Schritt eine große Vielfalt. Und hin und wieder überrascht einen die Wüste dann mit etwas ganz Besonderem. Singende Dünen zum Beispiel. Es gibt sie in fast allen Wüsten der Erde, so auch in der Rub al-Khali. Die Entdeckung einer singenden Düne ist aber wie ein kleiner Lottogewinn, da ja nicht alle von den hunderttausenden Dünen Töne von sich geben. Es gibt zwei verschiedene Arten von singenden Dünen: Die einen singen wie von Geisterhand. Man muss nicht einmal auf die Düne hinaufsteigen, das „Konzert“ erledigt der Wind für einen. Diese Dünengesänge klingen oft gespenstisch und wenn man in der Nähe campiert, können viele nicht schlafen weil die ganze Nacht Geisterstundenstimmung ist. Die meisten singenden Dünen fangen aber erst an zu tönen, wenn man an ihrer weichen, windabgewandten Leeseite hinunterstapft. In beiden Fällen wird das Phänomen durch herabfließende Sandmassen ausgelöst. Französische Wissenschaftler haben das Phänomen untersucht und erklären es so, dass Sanddünen aus vielen hundert Schichten bestehen, und wenn diese nach und nach abgleiten, bauen sich zwischen den Schichten Luftpolster auf. Durch die gestaute Luft entstehen Schwingungen und dadurch ein hörbarer Ton. Die Frequenz ist dabei von der Korngröße abhängig. Soweit die Theorie.

Vor mir liegt eine massive Sandwand. Dort direkt hochzuklettern wäre verrückt. Also gehe ich lieber den kleinen Umweg kräftesparend über den Grat hinauf zum Dünengipfel. Auf der Rückseite findet sich dann ebenso eine steile Sandwand, nur mit dem Vorteil, dass ich da hinunter darf. Also will ich einmal das Kind im Manne herauslassen: Talwärts kann der Sand ja nicht weich genug sein und ich springe wie ein Verrückter in kürzester Zeit in großen Sätzen von ganz oben hinab. Unten angekommen eine kurze Verschnaufpause. Stille. Dann höre ich ein Geräusch. Was ist das? Es ist ein Dröhnen, wie von einem alten schweren Propellerflugzeug oder erinnert vielleicht ein wenig an ein Didgeridoo. Ich schaue zum Himmel. Kein Flugzeug ist zu sehen. Das Brummen wird lauter, es baut sich regelrecht auf. So etwas habe ich noch nie erlebt. Es muss die Düne sein! Alle anderen singenden Dünen, die ich bislang kannte, brummten nur wenn ich hinunterstieg aber verstummten unmittelbar danach. Diese hier singt und singt… Dann allmählich erst wird es leiser. Wow! Das muss ich genauer untersuchen. Also nochmal über den seitlichen Grat auf die Düne hoch. Dem neugierigen Menschen ist halt kein Weg zu schwer… Jetzt springe ich die Dünenflanke aber nicht hinab, sondern versuche, soviel Sandmasse wie möglich loszutreten. Und es lohnt sich! Kaum bin ich unten angekommen, nimmt das Brummen enorme Ausmaße an. Ich stoppe die Uhr, mal schauen, wie lange es diesmal geht. Nach mehr als zwei Minuten lässt das Geräusch erst nach.

Die Sonnenscheibe berührt gerade den Horizont und ich sollte langsam den Rückweg antreten, um mit dem letzten Tageslicht zurück zum Camp zu finden. An manchen Tagen ist genau in diesem Moment, um den Sonnenuntergang herum, plötzlich die sogenannte blaue Stunde da. Dann ist die Wüste in ein magisches, blau-violettes Licht gefärbt, was sie noch surrealer erscheinen lässt. Solch einen besonderen Moment darf ich jetzt auch noch erleben. Wie soll man bloß so viel Schönheit verarbeiten?!

Interview mit dem Gründer von Puretreks

„Echte Abenteuer sind nur möglich, wenn man die Komfortzone verlässt…“

 

Jerome, siehst Du Dich eher als Abenteurer oder als Unternehmer?
Eigentlich sowohl als auch. Es ist ja auch schwer zu trennen, weil ich irgendwann meine Passion für Abenteuerreisen zu meinem Beruf gemacht habe. Beides ist wichtig: das Organisatorische im Office und das Unterwegs sein als Guide mit Wandergruppen. Ich versuche, es möglichst ausgewogen zu halten.

Früher warst Du Manager, warum hast Du den Job an den Nagel gehängt?
Weil ich irgendwann merkte, dass das reine Office-Ding nicht mein Leben ist. Oft saß ich mit einer Sehnsucht im Büro, schaute aus dem Fenster in die Welt und dachte mir: Mensch, es gibt da soviel zu sehen und zu erleben, du musst einfach raus!

Du hast mit dem wenig bekannten Land Mauretanien begonnen – warum gerade dort?
In der mauretanischen Sahara war ich schon einige Jahre zu Fuß unterwegs gewesen und so war es dann nur logisch, dort zu starten. Zu jener Zeit, also vor fünfzehn Jahren, entwickelte sich ein erster sanfter Tourismus, der den Mauren eine neue Perspektive und Arbeit brachte. Ich lernte Nomaden wie Sidat kennen und sie haben mich auch ermutigt, Reisen zu organisieren.

Und Sidat ist dann ein guter Freund geworden?
Ja, ich kann mich noch an unsere erste gemeinsame Karawane erinnern. Wir verstanden uns vom ersten Augenblick an prächtig. Über die Jahre ist er dann ein Teil meiner Familie geworden. Er war sogar zweimal zu Besuch, spricht heute fließend deutsch und in den schwierigen Jahren nach der arabischen Revolution, in denen der Tourismus komplett eingebrochen war, habe ich ihn und seine Familie immer unterstützt, weil das für mich absolut selbstverständlich war.

Ich habe gelesen, dass Du den Spitznamen Wüstensohn trägst. Wer gab Dir diesen Namen?
(Lacht) Ja, das ist schon eine komische Geschichte. Die Nomaden, mit denen ich in der Sahara unterwegs war, fanden es wohl beeindruckend, dass sich ein Europäer so sehr für die Wüste begeistert, zu Fuß tausende Kilometer geht und große Wüstenkenntnis besitzt. Irgendwann sagten sie dann zu mir: Jerome, Du bist ein echter Wüstensohn – und von diesem Moment an, nannten mich alle so.

Erzähl etwas über die anderen trockenen, leeren Zonen der Erde. Warum muss man gerade dort wandern und nicht mit dem Auto fahren?
Ich bin ja nicht nur ein Freund der klassischen Bilderbuch-Sandwüste, sondern generell aller leeren und unberührten Flecken auf der Erde. Das kann die mongolische Steppe oder eine Eiswüste sein. Wenn man aus einem Land mit extrem hoher Bevölkerungsdichte kommt, ist es aufregend, eine Woche wandern zu gehen und dabei keinem anderen Menschen zu begegnen. Fast wie auf einem anderen Planeten. Die Stille und Weite dieser Landschaften sind sehr beeindruckend. Das Gefühl der Endlosigkeit des Raums und der persönlichen Entdeckung der Langsamkeit als Wanderer stellt sich für mich aber nur ein, wenn man das Schritt für Schritt erlebt und nicht fährt. Es gibt ja dieses schöne Zitat von Goethe: „Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen“

Das Wort Abenteuerreise wird heute inflationär verwendet. Was bedeutet es für Dich?
Fast jede nur etwas ungewöhnliche Reise wird mit dem Prädikat „Abenteuer“ vermarktet und gleichzeitig steht dann im Kleingedruckten, dass an Tag X um 19 Uhr Folkloreabend ist… Abenteuer als sauber getaktetes Konsumprodukt. Das ist verrückt. Ich denke, eine Abenteuerreise beinhaltet auch immer etwas Unerwartetes. Zu Zeiten der Entdecker war bei einer Reise vorher nicht klar, wie lange es dauert, wo der Weg lang geht und ob man das Ziel überhaupt erreichen wird. Natürlich halte ich mich auf meinen Reisen an das Kernprogramm, wo und wie lange wir unterwegs sein werden. Aber ich finde es wichtig, im Überraschenden eine Chance zu sehen und neugierig zu bleiben auf die wirkliche Welt außerhalb der Touristenblase. Echte Abenteuer sind nur möglich, wenn man die Komfortzone verlässt und aktiv wird anstatt zu konsumieren.

Bist Du gerne allein auf Wanderung oder lieber mit anderen?
Ich habe Solotouren gemacht, um zu wissen, wie sich das anfühlt. Aber ich muss sagen, dass ich lieber zu zweit oder mit einer Gruppe gehe, da der Austausch mit anderen Reisenden schön ist. Ich mag es, Gruppen zu führen, weil ich immer neugierig bin und mich das Leben anderer Menschen interessiert. Natürlich ist es auch viel spaßiger, mit Gleichgesinnten ums Lagerfeuer zu sitzen, zu reden und zu lachen als allein.

Interview: Roelant Meijer

Sarek Winterdurchquerung mit Ski

Nachdem Puretreks 2013 erfolgreich Island mit Ski im Winter durchquert hatte, war für Frühjahr 2017 eine Neuauflage geplant. Schnell war die Gruppe ausgebucht und so fieberten alle gemeinsam der Expeditionsreise entgegen.

Doch der Klimawandel hat anscheinend auch Auswirkungen auf die skandinavischen Winter: Fast täglich verfolgten wir den isländischen Wetterbericht und der verhieß nichts Gutes. Kaum Schneefall und wenn es einmal geschneit hatte, folgte wenig später ein Wärmeeinbruch und ließ das Wenige an Schnee dahinschmelzen.

Einige Wochen vor Tourstart mussten wir dann eine definitive Entscheidung treffen und daher die Islanddurchquerung absagen. Als Alternative hatten wir dafür eine kaum weniger anspruchsvolle Durchquerung des Sarek Nationalparks in Lappland (Nordschweden) ins Auge gefasst und die Teilnehmer waren glücklicherweise mit der Planänderung einverstanden.

So traf sich die Gruppe dann in der zweiten Februarhälfte am Frankfurter Flughafen mit Unmengen Gepäck, Skiausrüstung und den Pulkaschlitten, die uns in den nächsten Wochen für den Transport im Schnee dienen sollten. Von Stockholm ging dann weiter im gemütlichen Nachtzug bis nach Lappland. Dort kamen wir am morgen an und dann ging es nochmal ein paar Stunden per Bus durch verschneite Landschaft bis zu unserem Startpunkt, der STF Hütte in Kvikkjokk.

In der Fjällstation hieß es dann die Unmengen an Proviant, Ausrüstung, Zelte etc. aufzuteilen und die Pulkas zu packen, bevor wir uns mit einem leckeren Abendessen für den Start der Reise nochmal stärkten.

Bei Sonnenschein ging es dann am nächsten Morgen los. Zunächst steil hinauf auf dem Kungsleden, den wir aber schon nach einigen Stunden verlassen würden. Unser erstes Camp lag auf einer kleinen Insel zwischen zwei Seen und die Nachmittagssonne plus Windstille gestalteten das Aufbauen der Zelte einfach. Unser Ziel war es, die Baumgrenze möglichst schnell zu verlassen und dafür wollten wir hinauf zu einer Samensiedlung, wo es sicher einige Schneemobilspuren hin geben müsste. Doch wir fanden keine und das Gelände war so verblockt und dicht bewaldet, dass wir uns für eine Routenänderung entscheiden mussten.

Der Plan war nun, einem Fluss Nordwestwärts zu folgen und so langsam die Baumgrenze zu erreichen, bevor es in die Hochtäler des Sarek gehen würde. Doch auch im äußersten Norden Schwedens spielte das Klima in den Wochen zuvor verrückt: Es gab Wärmeeinbrüche und Plusgrade, wo normalerweise dicke Minusgrade sind. So war der Fluss teilweise nicht zugefroren und wenn man dann auf dem Eis ging und das Rauschen des Wassers unter sich hören konnte, nicht gerade ein vertrauenserweckendes Zeichen!
Zum Glück entdeckten wir eine schwache Schneemobilspur, der wir folgen konnten. Wenn ein Schneemobil nicht einbricht, sollten wir da doch auch hinüberkommen… Doch bog die Spur teilweise in den dichten Wald ab, ging steil über mehr als einen Meter hohe Felsen und im wilden Zickzack durch die Bäume. Ohne viele PS und nur mit Menschenkraft war es eine knallharte Arbeit und wir mussten teilweise um jeden Meter hart kämpfen, die Pulkas fielen ständig um oder rutschten in Löcher, wo sie mühsam hinausgezerrt werden mussten.

Das Vorwärtskommen war deutlich schwerer als gedacht und wir schafften die ersten Tage kaum zehn Kilometer pro Tag – so wird das nichts mit unserem Zeitplan und einer Durchquerung des Sarek! Dann nach dem vierten Tag erreichten wir endlich die Baumgrenze und konnten das erste Mal wirklich geradeaus mit Ski und Pulkaschlitten wandern. Die Landschaft veränderte sich, die Schneemassen wurden hier oben mehr und mehr und der Ausblick auf die grandiosen Berge entschädigte für alle Mühen. Kaum, nachdem wir „oben“ in den Hochtälern des Sarek angekommen waren, verwöhnte uns dann der Wettergott mit tagelangem wolkenlosen Himmel. Das war natürlich herrlich zur Navigation und auch für die Fotografen in der Gruppe. Nur waren die Temperaturen entsprechend kalt, die meisten Nächte weit unter minus Zwanzig Grad und sogar einen Tag kletterte das Thermometer nicht über minus 18° Grad!!!

Die Nächte waren sensationell, denn wir hatten fünf Tage lang Polarlichter und so standen alle nach dem Abendessen Draußen und fotografierten so lange, bis die Finger fast erfroren waren oder die Kamera-Akkus einfach schlapp machten wegen der großen Kälte.

Währen der ersten neun Tage begegneten wir keinem einzigen Menschen und sahen nur wenige Tiere wie einen Vielfraß oder Schneehühner. Erst im Haupt-Tal, was die meisten Wanderer während einer Sarek Wintertour nutzen, trafen wir eine finnische Wandergruppe, die in Richtung Süden unterwegs waren. Dann ging es langsam hinaus aus den Hochtälern des Sarek und mit kleinen Birken, die am Wegesrand standen, erreichten wir wieder die Baumgrenze. Nun hieß es noch einmal einen Tag Skiwandern bis zur gemütlichen Akkastugan Hütte am See Akkajaure. Wir hatten die Hütte ganz für uns allein und einige nahmen sogar eine heiße Sauna mit Blick auf den zugefrorenen See. Am nächsten Morgen dann Endspurt, wo wir einige Stunden über den großen zugefrorenen See gehen mussten, bis wir unser ziel Ritsem erreichten.

Unser Team war müde, stolz und glücklich. Wir hatten eine wirklich anspruchsvolle Wintertour hinter uns, die Island sicher in nichts nachsteht. Und wir hatten riesiges Wetterglück, denn wer hat schon fünf Nächte hintereinander Polarlichter gesehen!

 

Reiseblog: Apfelkuchen in Namibia

oder: einmal durch die Wüste für ein Stück Apple Pie

Vor vielen Jahren, als ich das erste Mal nach Namibia fuhr, führte mich der Weg nach Solitaire. Der Ort Solitaire, 1848 gegründet, ist auf jeder Karte verzeichnet und sozusagen Verkehrsknotenpunkt für alle Reisenden, die von Nord nach Süd bzw. Osten weiter möchten. Und eigentlich ist es gar kein richtiger Ort: Ein kleines Fleckchen mit wenigen Häusern, aktuell ungefähr 90 Einwohnern und vor allem einer Tankstelle.

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Diese war für mich immer der Grund, hier zu halten. Volltanken und dabei im kleinen Lädchen ein kaltes Getränk kaufen. Schon einige Jahre zuvor landete der schottische Konditor Percy „Moose“ McGregor hier in Namibia und fing an, Apfelkuchen zu backen. Inmitten der staubigen Steppe am Rande der Wüste. Und sein „Apple Pie“ war großartig! So großartig, dass er es irgendwann in jeden Reiseführer schaffte als „bester Apfelkuchen in Namibia“ und von da an ging es steil bergauf mit seiner Apfelkuchenkarriere…

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Als ich das erste Mal seinen Apfelkuchen aß, musste er noch im kleinen Tankstellenshop backen, einige Jahre später war er schon in einen größeren Laden umgezogen und erst vor kurzem eröffnete er ein richtiges Café gegenüber der Tankstelle und man sagt, dass er jeden Tag einige hundert! Portionen Apfelkuchen über die Theke reichte.

Auch in diesem Jahr führte mich die Reise Namibia Trekking pur wieder nach Solitaire. Nicht auf direktem Weg, eher das Gegenteil, denn ich durchquerte mit einer Wandergruppe die Namibwüste von der Skelettküste aus und so standen zwischen uns und dem ersehnten Apfelkuchen ca. einhundert Kilometer und viel Wüstensand. Schon am Anfang der Reise schwärmte ich der Gruppe von jenem köstlichen Apfelkuchen vor, am besten frisch aus dem Ofen auf den Teller und gleich warm gegessen… Obwohl wir weiß Gott keinen Verzicht üben mussten auf unserer Wanderung – es gab Barbecue, südafrikanischen Wein und kühles Bier – war der Apfelkuchen in Solitaire jeden Tag ein großes Gesprächsthema.

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Und dann hatten wir die Wanderung geschafft, der Transfer nach Rostock Ritz sollte uns via Solitaire führen und so stand dem verdienten Apple Pie nichts mehr im Weg.

Wir kamen früh an, gingen sofort in die Bäckerei und fanden dort den berühmten Apfelkuchen … aber leider nicht seinen „Erfinder“ Moose. Der Kuchen hatte in berühmt gemacht – und nun sogar überlebt. Percy „Moose“ McGregor starb am 18. Januar 2014 an den Folgen eines Herzinfarktes.

Moose war ein Original, genauso wie seine Desert Bakery. Er machte Solitaire erst zu dem, was es heute ist und deshalb ist sein hübsch geschmücktes Grab keine 50 Meter von seiner Bäckerei entfernt zu finden. Den Apfelkuchen wird es auch in Zukunft geben. Die Reisenden werden sich darüber freuen und Moose wird es mit seinem typischen Lächeln von oben begleiten.

 

Nomaden der Sahara – Der alte Mann und das (Sand)meer

Nomaden der Sahara: Sidi ould Khairy – Der alte Mann und das (Sand)meer

Nomaden der SaharaSidi muss ungefähr Mitte Sechzig sein. So genau weiß das niemand. Seine Mutter sagte einmal, dass er im Jahr der grünen Melonen geboren wurde, einem Jahr mit reichlich Regen, zumindest für Wüstenverhältnisse, der die Melonen in den Wadis Mauretaniens üppig wachsen ließ. Schon als kleiner Junge ist Sidi mit seinem Vater durch die Wüste gezogen und hat das „Handwerk“ eines Nomaden der Sahara von der Pieke auf gelernt. Bevor es Grenzen und Reisepässe gab, zog er mit Kamelen durch eine Region, die von der Größe her ungefähr von Oslo bis Neapel reicht. Er war auf Nomadenmärkten im algerisch-marokkanischen Grenzgebiet bei Tindouf, zog bis nach Timbuktu in Mali, und natürlich kennt er die mauretanische Sahara vom Adrar bis in den Süden ins Tagant wie seine Westentasche.

Noch heute ist er am liebsten draußen in der Wüste unterwegs. Zu Hause bei der Familie in der Oasenstadt Chinguetti, mit allen Annehmlichkeiten wie einem Dach über dem Kopf und sogar Fernsehen, hält er es meist nur wenige Tage aus. Während der Sommermonate zieht er also mit bis zu hundert Kamelen in den Süden des Landes, immer auf der Suche nach Weideplätzen, wandert sozusagen den regionalen Regenfällen hinterher. Im Winter arbeitet Sidi seit Jahren für mich als Kamelführer für Karawanenreisen und beeindruckt uns jedes Mal aufs Neue mit seinem fantastischen Orientierungssinn, den wohl nur noch die alten Nomaden der Sahara besitzen. Selbst einsamste Wasserstellen, die in völlig gleichförmiger Dünenlandschaft mehrere Tagesreisen voneinander entfernt liegen, findet er aufs Grad genau. Und das ohne Karte, Kompass oder gar Satellitennavigation.

Maure mit Karawane in der SaharaSidi ist Nomade aus Passion, oft sitzt er schweigsam vor dem Zelt, trinkt maurischen Minztee und repariert dabei das Zaumzeug seiner Kamele.  Nur manchmal, in seltenen Momenten, sprüht er vor Erzähllust, lacht selbst über seine Lagerfeuergeschichten, die vom abenteuerlichen Leben in der Sahara berichten. Menschen wie Sidi ould Khairy werden aussterben. Sein ältester Sohn ist gerade 15 geworden und war zum ersten Mal mit ihm in der Wüste. Es hat dem Jungen nicht gefallen. Gegen ein schützendes Dach über dem Kopf und die Flimmerkiste hat die raue Wüste heute wohl kaum noch eine Chance…

Reisetipp: Namibia | Wandern und Trekking in der Wüste

Reisetipp: Namibia | Wandern und Trekking in der Wüste

Namibia hat noch unberührte Landschaften und ist daher ein Traumziel zum Wandern, egal ob für eine Tageswanderung oder ausgedehnte Trekkingtouren. In diesem Artikel möchte ich einige Tipps geben zu den schönsten Zielen zum Wüstenwandern in Namibia.

Kamelreiten bei Swakopmund

 Individual oder mit einer Gruppenreise?

Beide Reisearten haben ihren Reiz und auch ihre Berechtigung. Vorteil der Individualreise ist sicher, dass man den Tagesablauf selbst bestimmen kann und dort wo es einem besonders gut gefällt, einfach länger verweilen. Nachteil sind die unter Umständen höheren Kosten, wenn man in besonders abgelegene Gebiete will, die eine lokale Begleitung voraussetzen. Vorteil der Gruppenreise ist, dass sich der Veranstalter um alles kümmert, man also die wertvolle Urlaubszeit unbeschwert genießen kann. Nachteil ist natürlich, dass man sich an den gesteckten Zeitplan der Gruppe halten muss.

Ist Wandern in Namibia einfach?

Weite Teile Namibias sind staatlicher Naturpark oder privates Farmland. Das gilt auch für die Namib-Wüste. Könnte man die komplette Sahara von West nach Ost durchqueren, ohne eine einzige Wegsperre zu finden, so ist die Namib leider eine Wüste mit Zäunen. Aber keine Angst: oft liegen diese hunderte Kilometer auseinander! Die schönsten Flecken aber sind für den Touristen meist nur schwer zugänglich. Das ist verständlich, denn die Regierung Namibias möchte die fragile Natur und ihre wildlebenden Tiere schützen.

Die Lösung: Entweder man braucht Beziehungen zu Farmbesitzern, um auf deren Gebiet wandern zu dürfen oder braucht eine Sondergenehmigung für die Nationalparks. Diese wird selten an Ausländer erteilt, einzige Chance ist dann, über einen Veranstalter, der ein Permit hat, in diese Wanderegionen zu kommen.

Die Trekkingrouten in der Namib:

Wandern in Sossusvlei | Dead Vlei | Big Daddy
Natürlich muss das Highlight als erstes genannt werden. Kaum ein Namibiatourist, der auf seiner Rundreise die imposanten Dünen von Sossusvlei nicht besucht. Und das zu Recht, denn die Landschaft hier ist wirklich sehr beeindruckend!

Das Dead Vlei in Namibia

Die Region liegt im Naukluft Nationalpark, am westlichen Ende des Tsauchab Trockenflusses. Dorthin führt eine ca. 65 km lange Teerstraße vom Eingangstor des Nationalparks in Sesriem. Haupt-Attraktion ist die Düne Big Mama, weltweit wohl die am häufigsten besuchte Düne! Und meine ehrliche Meinung: Big Mama ist nicht unbedingt lohnenswert…

Viel interessanter ist das Dead Vlei mit seinen gerade bei Fotografen beliebten Motiven der 800 Jahre alten toten Kameldornbäume. Direkt über dem Dead Vlei thront die höchste Düne Namibias: Big Daddy.

Wanderempfehlung: Halbtagestour (mehr geht hier normalerweise nicht, da jeder Tourist zum Sonnenuntergang aus dem Park heraus sein muss), beginnend am Parkplatz des Dead Vlei. Zuerst ins Dead Vlei wandern (viele Spuren weisen den Weg) und von dort linker Hand  (Nordflanke) Anstieg bis zum Dünengrat. Diesem rechts immer weiter aufwärts folgen. Nach gut einer Stunde, einigem Schweißverlust und Puls bis zum Anschlag hat man es geschafft! Man ist auf Big Daddy angekommen. Die Belohnung ist ein tolles 360° Panorama über die Namib, das Dead Vlei und die White Mountains südlich davon. Weiter geht es nun leicht Dünabwärts, bis man schließlich eine komplette Wanderrunde um das Dead Vlei geschafft hat.

Aifstieg zum Big Daddy

Tipp: Nicht am Morgen mit hunderten anderen sich die Dünen teilen, sondern erst am Mittag hineinfahren, Lunch unter dem Schatten der Bäume am Dead Vlei Parkplatz machen und dann das Trekking starten. Achtung: Genügend Wasser mitnehmen und beachten, wann das Gate am Ausgang des Parks schließt! Fahrtzeit ca. 1h.

Wer Sossusvlei einmal von der ganz anderen Seite (nämlich von Westen her) erkunden will: Puretreks hat eine Durchquerung der Namib von der Skelettküste bis Sossusvlei im Programm: Namib Trekking pur – Durch Sondergenehmigung wandern wir intensiv mehrere Tage dort, wo normalerweise keine Touristen hinkommen.

Wandern in Swakopmund | Skelettküste
Ja, auch in Namibia bzw. am Rand der Namibwüste gibt es Kamele! Diese sind tatsächlich die Nachfahren der Kaiserlichen Deutschen Schutztruppe plus einige aus Saudi Arabien hinzugekaufte Tiere. Direkt bei Swakopmund hat ein Namibier diese Kamele stationiert und veranstaltet dort in der Regel meist Halbtagesausritte. Auf Nachfrage sind aber auch mehrtägige kleine Rundtouren möglich. Es geht gemütlich und eher landschaftlich schön zu, denn die Tiere sind nicht mit den trainierten Kamelen z.B. in der Sahara zu vergleichen! Wer Interesse hat, findet unter swakopmundguesthouse.com  Ansprechpartner für einen guten Aufenthalt und erhält Tipps zu Kameltouren.

Weite Teile der südlichen Skelettküste waren zum Wandern bislang Tabu. Zum einen lag hier das Diamantensperrgebiet Nr. 2 und zum anderen ist auch die Skelettküste Naturschutzgebiet bzw. gehört zum Naukluft Nationalpark. Wer aber trotzdem die Schönheit der Küstenwüste entdecken will und z.B. Robbenkolonien, Flamingos, Schakale und Geckos sehen möchte, kann dies gut auf Tagestouren bei Walfischbucht (Walfisbay) machen. Direkt bei der Stadt darf dort noch jeder in die Dünen (leider auch Quads etc.) aber es gibt auch lokale Tour-Operator, die einen etwas weiter südlich bringen können.

Trekking an der Skelettküste

Wandern im Namibrand Naturreservat | Tok Tokkie Trail
Im östlichen Teil des Naukluft Nationalparks hat der deutschstämmige Namibier Albi Brückner während mehr als drei Jahrzehnten seine Vision Realität werden lassen. Durch Zusammenkauf verschiedener einzelner Farmen entstand ein 200.000 Hektar riesiges privates Naturreservat. Dort ist wenig (und eher sehr gehobener) Tourismus z.B. in Form der Wolwedans Lodge angesiedelt und man zählt heute einige tausend Oryxantilopen, Zebras und Strauße. Seit 2013 ist das Reservat auch Unesco Weltkulturerbe! Im südlichen Teil befindet sich der Tok Tokkie Trail, benannt nach dem Wüstenklopfkäfer.

Morgenlicht auf dem Tok Tokkie Trail

Hier können Wanderer ein Wüstentrekking der besonderen Art buchen: Geführt von einem erfahrenen und kundigen Guide geht es in 3 Tagen durch die Namib, die älteste Wüste der Erde und dabei lernt man unglaublich viel über die Flora und Fauna Namibias. Die Wanderungen sind körperlich etwas fordernd aber dafür sitzt man am Abend gemütlich in der Wüste bei Kerzenschein und genießt Wein und gutes Essen. Die Nächte verbringen die Wanderer unter dem Sternenhimmel im kuscheligen Federbett. Mein absolutes Highlight ist der Morgenkaffe (oder Tee), den man, wenn sich der Himmel gerade violett färbt, ans Bett gebracht bekommt! Der Tok Tokkie Trail ist oft lange im Voraus ausgebucht also früh anfragen! Mehr Infos unter: www.toktokkietrails.com

Wandern im südlichen Teil der Namibwüste
Im Süden der ältesten Wüste unserer Erde liegt zum einen der berühmte Fish River Canyon (über den ich heute mal nichts schreiben werde) aber auch etwas näher zur Küste hin ein Wildpferdereservat und die Farm Klein Aus Vista. Die Brüder Piet und Willem Swiegers haben hier mit viel Liebe vier ganz unterschiedliche Unterkünfte in die Landschaft integriert, darunter auch eine Campsite. Hier kann man sechs verschiedene Trails (von 3h bis zur Tageswanderung) allein machen. Sie sind markiert und es gibt Kartenmaterial.

Die koichab Dünen in Namibia

Nach Absprache ist es auch möglich, eine Tour zu den rostroten Koichabdünen inkl. Wüstenwandern in den Dünen zu buchen. Mehr Infos: www.klein-aus-vista.com/de/Wanderungen.html

Zum Schluss möchte ich mir erlauben, auch auf die Namibia Trekkingreisen im Puretreks-Programm hinweisen. Diese einzigartigen Wanderrouten – fernab touristisch ausgetretener Pfade – habe ich gemeinsam mit meiner namibischen Partneragentur entwickelt und die Trekkinghrouten weltweit als einziger Reiseveranstalter im Programm!

Mauretanien – unbekanntes Reiseland

Saharareise MauretanienMauretanien ist für die meisten ein weißer Fleck auf der Karte, ein absolut unbekanntes Reiseland und obwohl eigentlich jeder schon einmal von den Mauren in Südspanien gehört hat, weiß niemand, wo sich deren Herkunftsgebiet befindet.

Mauretanien liegt in Westafrika, südlich von Marokko bzw. der Westsahara und nördlich vom Senegal. Es liegt einerseits direkt am Atlantik und andererseits bestehen mehr als 90% des Landes aus Sahara. Reisen nach Mauretanien sind nicht einfach, touristisch ist das Land bis heute weitestgehend unberührt. Die Infrastruktur ist entsprechend rudimentär und so sollte der Reisende eine ordentliche Portion Entdeckergeist und Flexibilität mitbringen.

Meine Liebe zu Mauretanien ist schon alt und – ich gebe es zu – es hat etwas Zeit gedauert, um dort anzukommen. Meine ersten Wüstenreisen habe ich hier schon Ende der 1990er Jahre unternommen und Schritt für Schritt die Adrar-Region und vor allem ihre Menschen kennenlernen dürfen.

Seit 2003 fanden pro Saison mehr als ein dutzend Wüstenreisen meiner Agentur statt, ich lebte (wenn man alle Aufenthalte zusammenrechnet) einige Jahre hier bis es dann ab 2009 durch Terrorismus und später dem Mali-Konflikt immer schwieriger wurde, Reisen durchzuführen. Seit zwei Jahren hat sich die Sicherheitslage in Mauretanien jedoch spürbar verbessert. Die Regierung hat große Anstrengungen unternommen, um ehemals rechtsfreie Saharabereiche im Osten gut durch Militär und Polizei abzusichern. Meine letzte Reise liegt schon länger zurück, höchste Zeit also, meine Nomadenfreunde und das mir so ans Herz gewachsene Land wieder einmal zu besuchen und mir ein Bild der aktuellen Lage zu machen.

Wer mit dem Flugzeug anreist, muss in jedem Fall über die Haupstadt Nouakchott ins Land kommen. So taten auch wir es. Mit dabei waren Henry und Peggy, zwei Freunde aus Berlin.

mauretanien-maureSchon am Flughafen erwartete uns Sidat, der schon lange mehr als nur ein Mitarbeiter von mir ist – wir kennen uns seit Ewigkeiten und er ist wie ein Bruder für mich. Die geplante Route führte zunächst entlang der Atlantikküste. Mit dem Wagen, denn die Strecke würde zu Fuß einfach zu lange dauern und wir haben ja nur 10 Tage Zeit mitgebracht. Ziel war es, die nördlichen Küstenabschnitte kennen zu lernen und vor allem zu schauen, ob eine große Expeditionsreise von der Wüste bis zur Küste machbar wäre. In Mauretanien gehen die Dünen der Sahara teilweise direkt bis ans Meer heran und das ist natürlich ein besonderes Erlebnis, wenn man nach 400 Kilometern Fußmarsch mit den Kamelen direkt am Atlantik ankommt! Soweit die Theorie. In der Praxis stellt sich zumindest die Küste als reizvoll dar. Die Imragen, maurische Fischleute mit ihren Piroggen, sind hier noch zahlreich unterwegs und die Dünen branden auch sehr fotogen ins grünlich schimmernde Meer. Aber leider sind die ersten 250 Kilometer von der Küste ins Landesinnere hinein vollkommen eintönige Mondlandschaft. Hier mit den Kamelen langzugehen würde einer Strafkompanie gleichkommen. Mein Traum von einer großen Expedition von der Sahara bis ans Meer ist also geplatzt!

mauretanien-imragen

Etwas frustriert geht es dann zwei Tage lang weiter ins Zentrum des Landes. Neues  Ziel ist nun die Region Amatlich. Dies ist ein kleines Dünengebiet, welches von schwarzen Tafelbergen umschlossen ist. Dort war ich noch nie gewesen und hatte schon viel darüber gehört. Als wir das Amatlich dann erreichen, sind wir restlos begeistert: Hohe, pastellgelbe Dünen, kontrastreiche Felsformationen und kleine Palmenoasen… Das ist mal ne echte Bilderbuchwüstenlandschaft!! Wir übernachten dann am nördlichen Rand der Dünen, unter uns in der Senke einige Oasengärten und Palmen. Zwei kleine Jungen kommen vorbei, setzen sich zu uns ans Feuer und verkaufen uns Wassermelonen – die jedoch ihre beste Zeit schon hinter sich haben und innen halb vertrocknet sind. mauretanien-amatlichAm nächsten Tag dann Abschied vom Amatlich, das mir so ans Herz gewachsen ist, dass ich mit Sidat hier eine neue Karawanenreise für Ende 2014 planen werde. Es geht weiter nach Terjit. Diesen surrealen Ort habe ich vor knapp 15 Jahren entdeckt. Tief in einem Canyon tropft hier unter Schatten spendenden Palmen kühles! Wasser aus dem Fels. Es ist ein traumhafter Ort, selbst im unbarmherzigen Saharasommer immer einige Grad kälter als „draußen“ und eine echte Oase zum Überleben…

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Dann fahren wir nach M´hairet, die Oase, wo Sidat herkommt. Hier lebt noch ein Teil seiner Familie und sie haben einen Palmengarten, der jedes Jahr einige hundert Kilo Datteln bringt. Peggy ist emotional so ergriffen, endlich ins Sidats Heimat zu sein – von der sie unendlich viel gehört hat – dass ihr bei einem Spaziergang durch den Garten die Tränen über die Wangen kullern.

Am Abend kommen wir in Chinguetti an. Viel hat diese antike Karawanenstadt schon erlebt in den letzten Jahrhunderten. Im 12. Jahrhundert gegründet, war es im Mittelalter eine blühende Handelsmetropole und Karawanen mit vielen tausend Tieren kamen hierher. Das nicht nur Handel von Waren, sondern auch Wissenstransfer erfolgte, davon zeugen noch heute die kleinen Bibliotheken, wo teils 900 Jahre alte Manuskripte liegen. Heute leben in Chinguetti vielleicht 2500 Menschen und alles wirkt sehr verschlafen und verstaubt.

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Am nächsten Morgen geht es endlich hinaus in die Wüste. Zusammen mit Sidi, der Nomadenlegende und vier Kamelen werden wir einige Tage durch die hohen Dünen des Erg Ouarane wandern. Ich kenne die Region wie meine Westentasche aber diesmal sieht alles doch anders aus: Es hat im letzten Jahr sehr viel geregnet im Land und so sind selbst die Dünen von vielen Wüstenblumen ungewohnt grün. Wir genießen den Rhythmus des Wanderns, machen kurze Etappen und kommen immer früh am Nachplatz an. So haben wir Zeit, um Feuerholz zu sammeln, am Abend dann stundenlang bei maurischem Tee am Lagerfeuer zu sitzen, Brot im Sand zu backen und die Augen dann in den funkelnden, mondlosen Sternenhimmel zu richten und auf Sternschnuppen zu warten…

mauretanien-karawaneEs ist schön, wieder „Daheim“ zu sein. Es ist schön, endlich wieder die alten Nomadenfreunde um sich zu haben. Und noch schöner ist es, dass ab dem Winter 2014 Mauretanien wieder als Reiseland im Programm sein wird. Sidat und alle Freunde lebten viele Jahre gut vom sanften Wander-Tourismus und waren immer so ungemein Stolz, Besuchern ihr phantastisches Land zu zeigen… Es wird Zeit, dass es wieder losgeht!

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Einblick in das Leben in Mauretanien: https://perspektivenwechseln.net/2017/05/19/gastbeitrag-mauretanien/

Trekking ins Leere Viertel – Wüstenwandern im Oman

wuestenwandern-omanMüde kommt eine bunt zusammengewürfelte Truppe morgens um halb Vier am Flughafen von Salalah an. Hinter ihr liegt eine ca. 12-stündige Anreise und der deutsche Winter. Kälte werden wir die nächste Zeit nicht erleben, eher Sonne satt und wüstenmäßige Temperaturen.

Einen Tag zur Akklimatisation haben wir und nutzen ihn für ein Bad im Indischen Ozean, etwas Shopping und ein vorzügliches Abendessen in einem libanesischen Restaurant in Salalah.

Dann geht es los. Amur, unser Partner im Oman und seine zwei Mitarbeiter Ali und Ali fahren mit uns in die Wüste, in das Herz der Rub al Khali im Dreiländereck zwischen Oman, Saudi Arabien und dem Jemen. Kurz vor Erreichen des ersten Nachtlagers schmiert ein Toyota im weichen Sand ab, driftet in ein Sandloch und droht umzukippen.  Seine Schieflage ist beängstigend und ich denke, „dass war es für heute – werden wir wohl hier unser Camp aufschlagen müssen!“ Aber nichts da: Der jüngere Ali (wir nennen ihn Ali Wahibi, da er aus der Wahiba Wüste kommt) ist der absolute Chef im Sand. Er manövriert den Wagen in kurzer Zeit aus dem Loch und so kann es doch noch weiter gehen.

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Am nächsten Morgen startet dann das Trekking ins Leere Viertel. Wir werden 8 Tage lang pro Etappe ca. 20 Kilometer durch die Rub al Khali. Die größte Sandwüste unserer Erde, Wüstenwandern und die Begleitfahrzeuge unsere Wasservorräte, Proviant und Ausrüstung transportieren. Mit den Beduinen ist vereinbart, dass sie eine andere Strecke als wir fahren, so dass wir sie nur in den Camps sehen und tagsüber autark unterwegs sind.

Die erste Etappe ist zum Eingewöhnen, denn das gehen im Sand ist ja für die meisten der 11 Teilnehmer völlig neu. So ziehen wir nordwärts durchs Leere Viertel – das seinen Namen wirklich verdient, da hier durch mangelnde Wasserstellen kaum ein Bedu lebt. Am Nachmittag erreichen wir dann unser Camp und Amur erzählt, dass sie in der Nähe doch ein Beduinenzelt sahen, wo 5 Nomadenkinder im Alter von 7-13 Jahren ganz allein lebten. Ihre Eltern waren für eine Woche unterwegs und die Kids mussten derweil auf die Kamele aufpassen. Kann man sich bei uns gar nicht vorstellen – aber der Alltag der Beduinen ist halt anders als in der Zivilisation!

Unser diesmaliges Trekking ins Leere Viertel sollte ungewöhnlich werden. Entgegen der üblichen Tagestemperaturen von 25-28 Grad, hatten wir einige Tage locker über 30 Grad im Schatten – den es außer am Camp natürlich nicht gibt! Entsprechend anstrengend war das Wüstenwandern zwischen 12-15 Uhr, besonders, wenn mal kein Lüftchen wehte…

regenwolken-wuesteAm vierten Tag dann Bewölkung, die von Nordwesten her immer dichter und dunkler wird. Es fallen sogar einige Regentropfen aber für einen anständigen (kühlenden) Regenguss reicht es leider nicht!

Unsere Bedu hatten ein Händchen für besonders schöne Lagerplätze. Oft suchten sie ganz oben in einem Dünenfeld eine Stelle. „Hotel zur schönen Aussicht“ könnte man dazu sagen! Einziger Wermutstropfen ist dabei natürlich der letzte Anstieg mit müden Knochen zum Camp. Das wäre unten am Fuß der Düne sicher einfacher – aber eben auch nur halb so schön.

Die Stunden nach der Ankunft am Lager bis zum Abend hatte jede/r für sich. Zum Spazierengehen, Fotografieren oder einfach nur den Sonnenuntergang mit Panoramablick über die endlose Rub al Khali vom Dünengrat aus bestaunen. Und dann unser tägliches Highlight: Das Abendessen. Ich habe selten sooo viel frischen Salat in einer Wüste gegessen, wie hier! Einige Tage gab es Fleisch (Kamel) und ansonsten viel gut gewürztes Gemüse auf omanische Art. Unmengen haben wir alle verputzt, wir brauchten ja Energie für die nächste Etappe. Nach dem Essen dann Geschirr im Wüstensand „abwaschen“ (was erstaunlich einfach und gut funktioniert) und dann ums Lagerfeuer setzen, die Sterne über einem und dazu unzählige Gläser süßen Tees mit frischem Ingwer drin. Und dabei wurde viel geredet, viel gelacht, die Beduinen erzählten aus ihrem Leben und wir von uns. So erfuhren wir, dass Ali Wahibi  15 Rennkamele besitzt, Ali Salalah (der Ältere) aus dem Dhofargebirge kommt und dort einen Dialekt spricht, den nicht einmal Amur versteht.

sandsturm-rubalkhali-omanNur am siebten Abend war die Unterhaltung etwas reduzierter, da uns passend zum Abendessen ein kleiner Sandsturm heimsuchte. Der blieb pünktlich bis 22 Uhr und das Essen war diesmal auch lecker aber etwas sandiger als sonst. So hatten alle zumindest einen kleinen Eindruck, wie sich ein echter Sandsturm in der Wüste anfühlt.

Am letzten Abend in der Wüste dann wieder Traumwetter. Ein tolles Abendlicht treibt fast alle nochmal auf die hohe Düne am Lager und so ist dieser Moment ein passender Abschluss für eine wunderbare Wüstenreise mit einer sehr lustigen und netten Gruppe.

Nur eine Sache hätte ich uns gern erspart: Ich gebe allen Teilnehmer vor dem Wüstenwandern immer ein Briefing, was es zu beachten gibt in der Wüste und die Verhaltensregeln. So sage ich auch: Im Dunkeln NIE ohne Sandalen und Lampe unterwegs sein… und was passiert? Nach zehn Jahren Wüstenreisen und ca. 1500 Teilnehmern tritt heute das erste Mal eine Teilnehmerin auf einen Skorpion. Sie war Barfuss und ohne Lampe unterwegs! Hatten wir sonst durch die kühlen Temperaturen nie irgendwelche Tiere gesehen, ist diesmal durch die ungewöhnliche Wärme auch in der Nacht wohl mehr los… Die meisten Skorpionstiche sind zum Glück nicht tödlich, sondern nur wie en starker Wespenstich – aber auch diese Schmerzen hätte man sich sparen können! Zum Glück passiert es am Abend der letzten Etappe vom Trekking ins Leere Viertel und schon 24h später kann unsere Teilnehmerin schon wieder ganz normal und schmerzfrei gehen.

Bie beschriebene Wanderreise Trekking ins Leere Viertel finden Sie unter dem folgenden Link: http://puretreks.de/reise/?trekking=2

Zur Inspiration finden Sie hier weitere Reiseblogs über den Oman:
2-wöchige Rundreise: https://viel-unterwegs.de/oman-rundreise-mietwagen/
48 Stunden in Muscat: https://www.travelita.ch/top-tipps-48-stunden-in-muscat/
1001 Nacht in der Altstadt von Maskat: http://www.woanderssein.com/2014/05/03/oman/6063/1001nacht-altstadt-maskat/
Warum diese Welt doch offen und tolerant ist: http://antonsganzewelt.de/oman-statement-warum-diese-welt-doch-offen-und-tolerant-ist/
Backpacking im Oman: http://www.happybackpacker.de/reiseberichte/backpacking-oman/
Noch ein Hauch von 1001 Nacht: http://alwaysonthemove.de/oman-ein-hauch-von-1001-nacht/
Wüstenfahrt durch den Oman: https://www.nunu-reist.at/2017/01/09/wilde-w%C3%BCstenfahrt-durch-den-oman/
Fähre von Khasab nach Maskat: http://www.weltenstreuner.de/2013/11/faehre-von-khasab-nach-maskat/
Busfahren im Oman: http://the-worldtraveler.com/eine-busfahrt-die-ist-lustig-besonders-nachts.html
7 Kuriositäten, die nicht im Reiseführer stehen: http://www.hiddengem.de/oman-7-kuriositaeten-die-nicht-im-reisefuehrer-stehen/
Das freundlichste Land Arabiens: http://www.kleinerelefant.com/das-freundlichste-land-arabiens-ein-20-stunden-stopover-im-oman/
Sindbad is calling: https://picturetravelling.com/2016/05/30/sultanat-oman-29-04-2016-12-05-2016/